Der Bezirksrat möge beschließen:

Zur Planung und Ausgestaltung des Neubaues des Fössebades im Stadtteil Limmer, der dortigen Zukunft des Veranstaltungszentrums „Bei Chez Heinz“ sowie der Zukunft der Mitarbeiter des derzeitigen Betreibers des Fössebades, des Schwimmsportvereines „Waspo“, soll ein Runder Tisch einberufen werden, an dem neben Vertretern des Rates und Verwaltung der Stadt Hannover sowie Mitgliedern des Stadtbezirksrates Linden-Limmer auch Vertreter des Veranstaltungszentrums „Bei Chez Heinz“ und des Schwimmsportvereines „Waspo“ teilnehmen sollen.

Begründung:

Berichten zufolge soll der zukünftige Neubau des Fössebades in der Planung kein Freibad mehr beinhalten, sondern lediglich ein Hallenbad mit einem 50-Meter-Schwimmbecken. Dies würde die Vielfältigkeit und die Kapazität des Fössebades zukünftig deutlich, insbesondere im Sommerhalbjahr, einschränken und verschlechtern. Das Fössebad sollte zukünftig ein Sport- und Familienbad sein!

Die Zahl der Bewohner im Stadtteil Limmer wird in den nächsten Jahren deutlich anwachsen, die Wasserstadt Limmer sei hier nur exemplarisch als erfreulicher Grund dafür angeführt. Weiterhin wird seit Jahren durch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) berichtet, dass die Hälfte der Grundschüler in Niedersachsen nicht schwimmen könne, weil die Kommunen im Bereich der Schwimmbäder einsparen. Eine Kapazitätsminderung in einem etablierten städtischen Schwimmbad kann daher nicht nachvollzogen werden!

Vor nunmehr schon über zwanzig Jahren ist das Veranstaltungszentrum „Bei Chez Heinz“ in den Kellerräumen des Fössebades untergekommen und hat sich dort wie auch in dem Stadtteil selbst zu einer festen kulturellen Größe etabliert. Laut derzeitigen Medienberichten soll nach einem Neubau des Fössebades der Altbau (inklusive der Räumlichkeiten des „Bei Chez Heinz“) abgerissen werden. Ein wirklicher Grund, warum auch der Gebäudeteil, in dem das „Bei Chez Heinz“ seine Räumlichkeiten hat, abgerissen werden soll, wurde von Seiten der Stadtverwaltung bisher nicht veröffentlicht. Die Betreiber des „Bei Chez Heinz“ erarbeiten gerade mit Fachleuten ein bauliches Konzept zur Erhaltung der betroffen Räumlichkeiten.

Der Neubau des Fössebades soll nach Medienberichten als ÖPP-Projekt errichtet werden, bei dem die Stadt Hannover aus rechtlichen Gründen selbst als Betreiber auftreten muss. Der bisherigen Betreiber des Fössebades, der Schwimmsportverein „Waspo“, ist somit vermutlich außen vor. Nach Medienberichten ist im Gespräch, dass die Stadt Hannover die bisherigen 36 Badmitarbeiter zumindest teilweise übernimmt. Vor dem Hintergrund, dass es doch aber auch in einem neu erbauten Fössebad nicht an Sicherheit, Sauberkeit und Dienstleistung fehlen sollte ist nicht nachvollziehbar, warum die Stadt Hannover nicht allen Mitarbeiter ein Angebot für eine Übernahme machen sollte.